00:00:00: So, bevor wir die heutige Replayfolge starten gibt es noch ein paar Worte aus heutiger Sicht von mir weil diese Folge wirklich was ganz ganz ganz besonderes für mich ist.
00:00:09: Ich habe sie letztes Jahr zu meinem Dreißiger gemeinsam mit meiner Mama aufgenommen.
00:00:14: Dreißig Fragen an dreißig Jahre und ich hätte ehrlich gesagt damals, ich würde sagen nie gedacht.
00:00:21: aber ihr ehrlicherweise war ich total überrascht, dass mein Mama damals zugestimmt hat mit mir diese Folge aufzunehmen.
00:00:28: Weil die war es das Maximal Out of Her Komfort Zone ist.
00:00:32: und umso besonderer war's dann wirklich auch für mich, dass sie sich darauf eingelassen hat und auch diese Folge hat damals so viele von euch berührt!
00:00:40: Ich habe so unglaublich viele liebe wertschätzende Nachrichten dazu bekommen und genau deswegen mehrt ihr sie halt nochmal mit euch teilen fast ein Jahr später.
00:00:50: Crazy?
00:00:52: paar Wochen, einunddreißig.
00:00:54: Vor allem fühlt es sich für mich aus heutiger Sicht nochmal ganz anders und besonderer an weil meine Mama in meiner Schwangerschaft eine meiner größten Stützen und Beraterinnen war und ist.
00:01:05: Ich bin so dankbar dass ich diese Reise so erleben darf und sie auch bei diesem neuen Kapitel an meiner Seite habe.
00:01:12: das ist irgendwie schon glaube ich auch für eine Mama extrem besonders wenn dann die eigene Tochter Mutter wird.
00:01:18: Also dieser Gedanke berührt mich irgendwie selber total.
00:01:21: Und ich kann mir nicht vorstellen, wie das für meine Mami sein muss!
00:01:25: So bevor ihr jetzt da emotional werdet... Ich finde es einfach total schön dass wir damals so unsere Reise miteinander durchgegangen sind und sie jetzt quasi in dieser nächsten Generation die da in ein paar Wochen kommt, das irgendwie soweit Leben sieht und deswegen hier nochmal dreißig Fragen an dreizig Jahre mit meiner Mama.
00:01:47: Diese Folge ist in Kooperation mit Nespresso.
00:02:08: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge Bezimbobs Brunch Club!
00:02:11: Das wird wohl die persönlichste Folge, die jemals gemacht habe was natürlich an meiner heutigen Gästin liegt oder Gesprächspartnerin liegt weil das es nämlich niemand geringerer als meine Mama.
00:02:24: Hallo Mama, ist erst das normal?
00:02:27: Das ist sehr ungewohnt dich da gegenüber von mir im Studio zu haben.
00:02:32: Das ist deine erste Folge.
00:02:33: tatsächlich du kommst beruflich so wie der Rest unserer Familie aus einem ganz anderen Umfeld und bist damit nicht sehr häufig in so einer Situation.
00:02:42: und deswegen glaube ich mal vorab danke dass du es trotzdem oder vor allem deshalb machst und das teilt mit mir zu meinem dreißigsten Geburtstag quasi die letzten dreißige Jahre mit mir.
00:02:55: ein bisschen Revue passieren.
00:02:56: lasst dem Podcast.
00:02:58: Das mache ich sehr gerne, danke für die Einladung!
00:03:00: Genau, das ist eigentlich auch der Grund warum ich es mit dir mache.
00:03:04: Weil mit wem?
00:03:05: Wenn nicht dir könnte ich meine dreißig Jahre irgendwie so einmal Revue passieren lassen.
00:03:11: du kennst mir mit Abstand am längsten logischerweise und deswegen haben wir für diese Folge überlegt dass sie so dreißige Fragen an dreizig Jahre mit ihr machen möchte also ein bisschen über unsere Wurzeln oder meine Wurzel die Familie, Identität, Werte, Kindheit, Rituale erwachsen werden Zukunft.
00:03:29: Also so ein bisschen einen Rundumschlag der letzten dreißig Jahre.
00:03:33: Ich habe dazu dreizig Fragen vorbereitet und ich bin gespannt ob wir es durchbringen.
00:03:37: Vielleicht wird sie das eine oder andere irgendwie wiederholen?
00:03:41: Dann überspringe vielleicht die eine oder andre Frage weil wir es vielleicht im Gespräch einfach schon durchgenommen haben.
00:03:47: genau also wenn's für dich passt dann würde jetzt starten mit den ersten fragen.
00:03:52: gerne
00:03:53: sehr gut
00:03:54: Mama,
00:03:55: Frage Nummer eins.
00:03:57: Wenn du an meine Kindheit denkst, welcher Moment oder welches Bild kommt dir als erstes in den Kopf?
00:04:03: Ja Eva, du warst für mich ein sehr ruhiges Kind die immer vorher ihren Umkreis abgetastet hat ob sie sich da wohlfühlen kann.
00:04:16: Und welches Bild mir besonders in den Kopf kommt, ist in der Zeit wo du in den Kindergarten kommst.
00:04:23: Wo du weg von uns als Eltern und dir als Mama.
00:04:28: Weil ich halt die meiste Zeit mit dir verbracht hab nachdem der Papa eben viel im Krankenhaus gearbeitet hat.
00:04:36: Dass du dich am Anfang gar nicht mit dieser Situation zurechtfinden konntest dass du da jetzt am Vormittag drei Stunden ... mehr schafften wir meistens nicht, weg von mir kamst und du hast einfach vielleicht etwas länger als manche andere Kinder gebraucht um dich in einer neuen Situation zurechtzufinden.
00:05:00: Und ich habe einfach versucht, dir diesen Raum trotzdem zu geben.
00:05:04: War aber eben wie auch sonst in meiner Erziehung da sehr bestimmt dass du das trotzdem tun musstest obwohl es dir vielleicht von vornherein nicht nur angenehm war.
00:05:17: Ich glaube das ist eh ganz wichtig.
00:05:18: also das finde bis heute sehr wichtig dass man Dinge durchzieht.
00:05:24: Ich glaube, dass das super Schwierige ist als Eltern.
00:05:26: Vor allem wenn man merkt, dass dieses Kind vielleicht einfach nicht so mittut.
00:05:30: und wenn ich heute zum Beispiel Menschen erzähle, dass sie eigentlich ein sehr schüchternes Kind war dann kann das nie wer glauben.
00:05:36: aber würdest du sagen, dass dies die Charaktereigenschaft ist?
00:05:41: Die mir da eine sehr lange begleitet hat?
00:05:42: oder anders gefragt gibt es irgendeine Charaktereienschaft die schon als kleines Kind gehabt habe die mich heute auch auszeichnet?
00:05:51: Die Charaktereigenschaft, die du als kleines Kind hattest, die dich heute auch auszeichnet ist glaube ich... Es ist natürlich schwierig, dass man sagt das hat dein kleines kind schon.
00:06:02: Aber ich glaub' das war's einfach, dass du deinem Gegenüber prittst du sehr wertschätzend auf?
00:06:11: Das ist es heute und früher war es so, dass dir dein Gegenüber mehr als gut angeschaut hast.
00:06:21: Aber ich glaube, dass es da auch schon so was gab.
00:06:26: Du warst nie eine die mit Bomben und Kanaten irgendwo eine Grende ist oder ein großer Daug schlagen hat, sondern du hast einmal das Gegenüber auf dich wirken lassen.
00:06:38: Und ja... Das ist eine wunderschöne Eigenschaft, dass man eigentlich sehr wertschätzend mit seinem Gegenüber umgeht!
00:06:48: Und du warst natürlich früher auch einfach ein sehr schüchternes Kind, aber das muss doch nicht unbedingt negativ sein.
00:06:55: Na, das stimmt!
00:06:57: Welche Traditionen oder Rituale haben uns als Familie deiner Ansicht nach sehr geprägt?
00:07:04: Also uns waren jetzt vor allem auch meine Schwestern und mich.
00:07:07: also ich bin ja die älteste von uns drei Schwesteren.
00:07:10: hat es da irgendwas geben was du sehr bewusst eingeführt hast bei uns weil's dir wichtig war dass wieder irgendwie Rituale auch in der Kindheit schon
00:07:19: mitnehmen.
00:07:20: Da
00:07:20: gab es sicher einige, besonders wichtig war uns oder war mir dass wir uns zumindest einmal am Tag wenn dein Papa nicht Nachdienst hatte ging das?
00:07:34: Dass wir uns zumindest einmal am tag alle gesehen haben und alle zusammen am Tisch gesessen sind und das war eben das Frühstück Nachdem dein Papa eben schon sehr weit außer Haus musste, ihr aber auch gerne früh aufgestanden seid.
00:07:50: War das nicht schwierig?
00:07:52: Und wir haben, ja auch wie er noch sehr klein war, haben wir um Viertel nach sechs gemeinsam in der Früh gefrühstückt und das sind dann eben am Anfang zu dritt.
00:08:02: Dann vier zu fünf sind wir am Tisch gesessen und wenn es nur das war dass man gemeinsam eben gefrühlstückt hat oder auch dann das ein oder andere Wort miteinander gewechselt hat Das war mir sehr, sehr wichtig.
00:08:16: Was dein Papa eben schon in seiner Familie kennengelernt hat und wir dann auch für uns ganz bewusst weitergeführt haben, weil das man einfach gut am Abend einschlafen kann.
00:08:29: Dass man – auch wenn es einen Tag vielleicht die ein oder anderen Unstimmigkeiten gegeben hat dass es keinen Kroll beim Einschlafen gegeben hat, dass man sich davor ausgesprochen hat oder sich gut umarmt hat.
00:08:43: Und ja das war natürlich dann erst wie ein größer Wert aber ... Ja!
00:08:48: Das ist tatsächlich auch was ich bis heute sehr hoch halte.
00:08:51: also auch in meiner Beziehung und meiner Ehe muss ich jetzt ja sagen... Dass man einfach immer versöhnt ins Bett geht.
00:09:00: Also dass einfach nie irgendwie Ja, das ist aber was ich unbedingt auch mal in meine kleinen Familie weiter tragen möchte.
00:09:09: Wenn du so an meine Kindheit zurückdenkst – du warst trotzdem circa so alt wie ich, wie ich klein war, ein bisschen jünger – hast du irgendwie etwas geben, wo du sagst, boah, das waren es der schönsten Dinge?
00:09:22: Das kann man sich vielleicht gar nicht so vorstellen.
00:09:25: oder auch vielleicht etwas, was besonders anstrengend war... in meiner Kindheit.
00:09:31: Also nachdem du und deine Schwester Anna ja nur siebzehn Monate Abstand haben, das Schönste war für mich dass ich habe mich natürlich dazu entschieden meinen Beruf ins Wellen auf die Seite zu legen und ganz für euch da zu sein.
00:09:50: Das war sicher oder ist das Schönste, dass ich mit euch kleinen Kindern einfach diese Zeit ganz intensiv verbringen durfte.
00:10:00: Aber auch natürlich das Anstrengendste weil ich hatte eine Zeit da habe ich zwei Wickelkinder gehabt und ja es ist zwölf bis sechzehn Stunden am Tag einfach durchgegangen und meistens war's dann am Abend wo man einfach froh war um ein zweistunden Ruhe Und wenn es beim Bügel war, bevor man selber ins Bett gefallen ist.
00:10:22: Ich finde das kann man sich gar nicht vorstellen und ich bewunder das wirklich nach wie vor so sehr dass du das damals auch für dich so entschieden hast, dass du für uns sozusagen deinen Beruf und ja auch ein Stück weit deiner Identität zurückgestellt hast.
00:10:41: Das ist ja was, wie du weißt.
00:10:42: Woran ich in meinem Kopf ja total hardere und auch viele junge Frauen glaube ich die vielleicht jetzt auch im gleichen Alter sind wie du damals beziehungsweise ich jetzt.
00:10:52: Ich bin wie gesagt die älteste von drei Schwestern.
00:10:55: Du warst eben sehr lang bei uns zuhause und hast sehr viel Kehrarbeit übernommen.
00:11:00: Würdest du sagen dass du das genauso wieder machen würdest?
00:11:05: Wenn ich die gleichen Gegebenheiten hätte wie damals, würde ich es wahrscheinlich machen.
00:11:11: Ich denke sehr viel auch über euch jetzt nach.
00:11:14: Wie ihr das jetzt irgendwann vielleicht verändern möchtet würdet oder was ich da machen würde?
00:11:22: Es hat sich viel in unserer Gesellschaft verändert.
00:11:25: Wir hatten damals weit weniger gute Einrichtungen wo du ... getrost sagen konntest, okay ich gehe arbeiten und mein Kind hat trotzdem ein schönes Umfeld.
00:11:38: Das war damals einfach nicht vorteißig an und das ist natürlich jetzt immer noch nicht komplett da oder so viel wie gebraucht wird da.
00:11:47: aber es ist weit anders als früher und
00:11:52: rufblickend
00:11:52: würde ich's wieder so machen wenn ich in der gleichen Situation wäre.
00:11:56: ja Natürlich habe ich, meiner beruflichen Laufbahn wurde mir sogar während ich also da war die nur drei Wochen alt.
00:12:05: Das ist meine jüngster Schwester?
00:12:07: Hätte ich ein traumhaftes Jobangebot bekommen was mich wirklich gereizt hätte aber natürlich damals zur falschen Zeit.
00:12:15: das sind schon Dinge worauf man halt dann einfach verzichtet.
00:12:18: aber ja mir war es wichtig mit euch Kindern und Jetzt stehe ich wieder im Beruf und das ist auch was ganz tolles, wenn man Familienberuf irgendwann mal wieder in den Eingang bringen kann.
00:12:29: Das stimmt und ich glaube es ist halt diese Einstellung heutzutage, dass man immer alles gleichzeitig möchte und am besten muss sich alles irgendwie trotzdem ausgehen.
00:12:39: Und am Ende, wenn wir's runterbricht bleibt halt trotzdem irgendwas auf der Strecke.
00:12:43: Wenn die Kinder sind dann ist ja Katastrophale in Wirklichkeit weil sie können ja gar nichts dafür Man hat da sozusagen ja dann zu wenig Zeit irgendwie denen widmen kann, weil man halt eben Beruf und Familie alles zur gleichen Zeit quasi kombinieren möchte.
00:13:01: Ich glaube das auch wenn Kinder so gewünscht sind wie ihr es wart und das sage ich immer wieder besonders beim ersten Kind ist es so dein Leben dass von dir als Frau und dass deines Partners dreht sich eigentlich um hundert achtzig Grad.
00:13:19: Das kann man sich vorher nicht vorstellen und ich glaube, Vorsätze sind gut.
00:13:24: Aber glaub wirklich wissen tut man es erst einmal dann in dieser Situation ist?
00:13:28: Ich glaube das ist ja ganz gesund weil sowieso bei ganz vielen Situationen im Leben ist es oft mal gut wenn man quasi in diese Situation hineingeworfen wird und gar nicht weiß was er erwartet, sonst würden sie es vielleicht auch die wenigsten zutrauen
00:13:42: oder vorher schon überlegen dass sie nicht dorthin kommen.
00:13:46: Aber wann hast du das erste Mal gemerkt?
00:13:50: Du hast drei Kinder im Abstand, ich bin die älteste.
00:13:53: Dann haben wir eineinhalb Jahre Abstand circa zu Anna und dann noch mal vierenhalb Abstand zur Nora.
00:14:01: Man hast du bei mir gemerkt, boah jetzt wird sie langsam groß!
00:14:05: Also ist es schon so dass man da das erste mal wenn man wieder ein Neugeborenes hat und selbst wie damals war ich heute einer halb wie die andere auf die Welt gekommen ist.
00:14:15: sieht man da dann schon so diese Vergänglichkeit im eigenen Kind?
00:14:19: Oder gibt es da irgendwie einen anderen Moment, an den du denkst.
00:14:23: Für mich ... Also wenn's wirklich uns groß werden und ich sag jetzt mal für mich war das oder ist das gekoppelt mit deiner damaligen Schüchternheit die dann auf einmal bist du viel selbstbewusster geworden Und das war mit Sicherheit in der Pubertät Und davor warst du genau so.
00:14:45: Die größere Schwester war genau so kind und du warst ja, wie du dich erinnern kannst auch im Kindergarten-Volkschulleiter trotzdem noch so schüchtern.
00:14:56: Da brauchtest du deine kleine Schwester Anna für manche Dinge um manches machen zu können.
00:15:02: Worauf die Mama da gerade anspielt ist dass ich nicht einmal zur Kindergeburtstag gegangen bin wenn meine jüngere Schweste Anna nicht dabei war.
00:15:09: Aber das haben wir zum Beispiel auch vorher ganz vergessen auszusparen, weil du gesagt hast damals hat es das Angebot noch gar nicht geben von sage mal einer Betreuung Krabbelstube ab einen halb.
00:15:21: Ich bezweifle, dass ich dort geblieben wäre.
00:15:23: Also es kommt ja auch aufs Kind drauf an und natürlich im Worst Case Fall muss das natürlich irgendwie funktionieren gerade wenn dann wieder beide im Beruf sind eben dann wahrscheinlich meistens auf Kosten des Kinder ist.
00:15:37: aber ich glaube dass das eine super super schwierige Situation ist wo für's keine.
00:15:43: Aber da wird auch einwerfen, weil du sagst, du wärst vielleicht nicht geblieben.
00:15:47: Du bist auch im Kindergarten gebliebt
00:15:50: obwohl
00:15:50: du es am Anfang nicht wolltest und ich glaub das ist ja Aufgabe jeder Mutter.
00:15:54: hoffentlich sieht das jeder so dass es für das Kind bestmöglich ist dass man das trotzdem durchzieht.
00:16:05: Es war ja für dich auch sehr positiv im Kindergarten mit anderen Kindern zu spielen, aber du musst jetzt erst... dass selbst entdecken können.
00:16:14: Ja, und das war ... Du warst nicht eine, die gesagt hat so wie die anderen oder auch wie eine Nora.
00:16:21: Juhu!
00:16:22: Ich freu mich drauf.
00:16:23: Ich lass mich auf dieses neue Projekt oder eben ich freue mich auf den Kindergarten.
00:16:29: da treff' ich andere Kinder.
00:16:31: für dich weiß immer so was kann mal passieren?
00:16:37: Also du weißt nie, warum das so ist, weiß ich nicht.
00:16:44: Fast irritierend ist, weil ich so wohl gehüttert aufgewachsen bin.
00:16:47: Und trotzdem auch ... Ja, wobei ja trotzdem du jetzt AK Klub gewaust.
00:16:52: Also ihr wirst net das Gefühl gehabt, du bist an mir gehangen, sondern ganz im Gegenteil.
00:16:57: Du wolltest uns eigentlich immer alle Möglichkeiten und alle Chancen eröffnen und jedem in seinem eigenen Tempo so unterstützen.
00:17:04: Aber ihr habt halt da ein bisschen mehr ...
00:17:05: Du hast ein bissel mehr Anschub
00:17:08: gebraucht!
00:17:10: Nespresso ist für diese Folge auch wieder mein Werbepartner und deswegen möchte ich dich jetzt eine kleine Kaffeefrage fragen.
00:17:18: Bei uns zu Hause, du hast das vorher kurz gesagt, gab es immer schon kleine Rituale!
00:17:23: Also oft eben auch ums Essen oder trinken.
00:17:25: Du hast vorher auch erzählt, wir haben immer gemeinsam gefrühstückt.
00:17:28: das ist tatsächlich etwas was ich bis heute auch noch erzähle dass mir das so geprägt hat und das kennen sich ganz viele Leute nicht vorstellen dass man dann als Familie egal sozusagen Wind Wetter Pubertät was auch immer da dazwischen kommt um sechs fünfzehn sechs dreißig dort zusammensitzt und fifteen zwanzig Minuten gemeinsam früh stückt.
00:17:48: Kaffee war da später auch natürlich ein wichtiger Teil davon, für euch immer schon.
00:17:53: Aber weißt du eigentlich wie ich meinen Kaffeedrinker?
00:17:56: Ich glaube das hat sich verändert von... Wie gesagt gar keinen Kaffees bis ich glaube du warst locker zwanzig wie du es meiner Meinung nach das erste Mal Kaffe getrunken hast.
00:18:07: Jetzt glaube ich oder glaube ich zu wissen trinkst du deinen kaffee erstens einmal mit Haarfamilch statt mit normaler Komilch Und entweder einen Cappuccino oder einen Espresso-Macchiato.
00:18:21: Korrekt!
00:18:24: Ja, also ich glaube auch da sieht man das sehr Dinge verändern dürfen.
00:18:28: Du hast es vorher richtig gesagt?
00:18:31: Ich habe in meinem Jugendalter eigentlich nie Kaffee trinken, maximal einmal einen Latte Macchiato mit ganz wenig Kaffees und ganz viel Milch.
00:18:41: Das hat sich dann bei mir tatsächlich im Studium extrem gedreht.
00:18:45: Da habe ich es irgendwie so ein bisschen als mein Genussmittel entdeckt.
00:18:50: Also, ich trink bis heute Kaffee nicht deswegen weil ich ihn brauche sondern weil ich das in der Früh zu einem Ritual gemacht hab dass sie in der früh zur Kaffeemaschine geht.
00:18:59: Das ist eines der ersten Dinge die ich tue.
00:19:01: und da sie dann zweimal kurz rückspülen tu und dann währenddessen mache man meinen Podcast an und mach mir den Kaffees damit ihr denn während die mich fertig macht.
00:19:09: Und das mache ich jeden Tag in der Früher Erdung ist wahrscheinlich jetzt zu viel gesagt, aber das ist einfach so ... genau so startet jeder meiner Morgende.
00:19:19: Wenn ich bevor in die Arbeit fahre.
00:19:21: Sind Rituale und das ist schön!
00:19:23: Ja, total.
00:19:24: Die schauen halt ein bisschen anders aus.
00:19:26: Ich frühstige immer leider mit euch gemeinsam.
00:19:29: Ich Frühstück meistens im Büro.
00:19:30: Aber so können sich ja auch Ritua alle verändern und manchmal mehr auf sich bezogen sein und dann vielleicht wieder eben erweitert werden.
00:19:38: Was ist denn ein prägener Moment?
00:19:41: Den du, deiner Meinung nach für uns beide irgendwie so als an prähenden Momentsix den wir nie vergessen werden.
00:19:48: Ich weiß nicht ob dir da gleich was einfällt?
00:19:51: Es gibt einen wunderschönen Moment der erst vor kurzem war wo wir gemeinsam dem Brautgelt ausgesucht haben.
00:20:00: War letztes Jahr ungefähr um diese Zeit und das ist es einfach... Das durfte ich schon mit meiner Mama machen oder meine Mama ist mit mir gegangen.
00:20:10: Und das wollte ich genau aus dem Grund, weil ich das damals auch sehr schön empfunden habe.
00:20:15: Wollte ich das mit dir auch erleben und das war sicher für uns etwas ein sehr schöner Moment.
00:20:24: Ich finde auch, dass war total schön der Moment, da wir kennen, da ihr wirklich überlegt wie diese Fragen zusammengestellt habt.
00:20:31: Ich hab dir da ein bisschen einen Vorteil gehabt, weil ich immer Gedanken darüber machen durfte.
00:20:35: Ich hab der Mama mir die Fragen vorher nicht gegeben, weil er gesagt hat, ich möchte gern, dass sie spontan reagiert.
00:20:42: Aber ... ich hätt auch fast für jedes Jahr irgendein prägendem Moment, weil wir halt einfach eine sehr enge Beziehung haben.
00:20:50: Wir uns jeden Tag mehrfach hören.
00:20:53: Das können sich manche Menschen gar nicht vorstellen.
00:20:56: Ich wohn zwar nur ein paar Minuten tatsächlich von euch entfernt, aber trotzdem ist es oftmals so, dass man sie unter der Woche gar nicht so viel umzählt
00:21:04: oder auch zwei Wochen nicht.
00:21:07: Hin und wieder dann wieder ein bisschen mehr wenn ich einfach dann einmal am Weg nach der Arbeit irgendwie einfach zumindest schnell vorbei fahre.
00:21:14: aber das ist nicht diese Qualität an Zeit die man natürlich dann miteinander verbringt ob man jetzt schnell irgendwas hohe oder schnell irgendwie vorbeifahrt dann quasi nur so zwischen Tür und Angel ist.
00:21:24: Aber ich finde unsere Telefonate, die sie irgendwie tagtäglich in den Alltag integrieren, egal was es ist ... Ich hab ganz oft einfach das Bedürfnis eben meine Mama anzurufen.
00:21:36: Und das find ich... Man kann's vielleicht gar nicht an einem prägendem Moment festmachen.
00:21:41: Das ist mein Konklusio von der Frage!
00:21:43: Ja,
00:21:43: das war einfach das, was
00:21:45: ... Na voll voll voll!
00:21:47: Besonderes ist okay ein Alltag.
00:21:49: Mir ist das auch in den Singkommand, weil ihr letztens wieder ein Reminder auf dem iPhone kriegt.
00:21:56: Das war letztes Jahr und mit der November-Zicke.
00:21:59: Und immer nach Wahnsinn!
00:22:01: Es ist schon wieder ein Jahr her.
00:22:03: Also es war wirklich so ein schöner Vormittag ganz besonders einfach.
00:22:11: Wie würdest du denn sagen haben unsere Wurzeln?
00:22:15: deine Familie oder im Papa seiner Familie herkommt bzw.
00:22:19: unser Umfeld, Herkunft und der Anfangszeichen in dem ihr aufgewachsen bin mich geprägt.
00:22:26: also war euch das immer sehr wichtig, dass man auch dieses Umfeld sozusagen auch so optimal wie möglich wählt.
00:22:34: Habt ihr das irgendwie auch in Anbetracht dessen irgendwie gemacht?
00:22:37: Dass man eben nahe bei den Familien an wohnt, weil wir ja sowohl sagen wir zu kleinen Eltern als auch zu Babas Eltern eigentlich nicht weit gehabt haben.
00:22:45: Das ist eher passiert.
00:22:48: Ich glaube, was uns prägt oder was euch geprägt hat ist einfach dass wir die Familie sehr hoch halten.
00:22:56: Dass dieses Miteinanderreden eigentlich natürlich im engen Familienkern aber auch in der Großfamilie das wir über alles reden dürfen und können.
00:23:09: Über wunderschöne Dinge genauso auch über traurige Dinge, über Dinge die einen bedrücken, kein Blatt vor den Mund nehmen müssen, sondern erstens einmal schon der andere merkt wie geht's demjenigen und denen dann auch darauf ansprechen kann.
00:23:28: Wir müssen uns nicht überlegen mag er das überhaupt oder so, sondern wir sind sehr offen in unserem Familienleben und man kann so den Überbegriff... Wir haben ein Urvertrauen euch mitgegeben.
00:23:44: Das wollten wir einfach dass man Egal
00:23:48: ob es,
00:23:48: wie gesagt etwas Positives oder Negatives ist.
00:23:52: Etwas was mich bedrückt oder eine Freude die ich mit wem teilen möchte.
00:23:56: Ich kann anrufen, ich kann kommen und ich kann das besprechen reden und wenn's nur darum geht... Also egal, ob es jetzt ich brauche oder auch wer von euch braucht.
00:24:11: Oder das gleiche war ja mit den Großeltern oder ist teilweise mit den Grosseltern genau so dass wir eigentlich kommen und gehen können und eigentlich über alles reden können.
00:24:22: Und das macht's sehr einfach habe ich das Gefühl.
00:24:27: aber vielleicht deswegen wenn man es auch so gewohnt sind
00:24:30: Total und gleichzeitig glaube ich, kann man das von außen manchmal gar nicht so verstehen.
00:24:35: Also ich habe witzigerweise als nächste Frage mir aufgeschrieben welche Werte hast du versucht uns mitzugeben?
00:24:40: Das ist eigentlich quasi genau das.
00:24:43: also dass wir immer über alles miteinander reden können, dass es da keine Tabus gibt, dass man immer alles ansprechen kann, was man nicht irgendwie quasi auf Eierschallen laufen muss und hinteraktieren muss.
00:24:55: passt das jetzt oder passt das nicht?
00:24:57: Und das ist ja auch so ein bisschen, wie wir dann geworden sind.
00:25:02: Und damit können manche Menschen und manchen Menschen können damit nicht... Das ist ja zum Beispiel so, wie ich in meiner Firma führe, dass ich sage es gibt in Wirklichkeit nur wenige Regeln.
00:25:14: die Regel, die ganz oben heute ist, wir reden über alles und es gibt nichts worüber wir nicht reden können.
00:25:19: Und Kommunikation gerade ja auch in der Führung und wenn was auf die Familie umlegt, dann ist ja das auch in Wirkigkeit zurück.
00:25:26: so ein kleines Unternehmen.
00:25:27: So eine kleine Organisation und ich glaube, dass das einfach wirklich was ist, was wir auch alle so angenommen haben und auch mittlerweile alle Schwiegersöhne und der Anfangszeichen die dann da jetzt dazukommen, was auch voll schön ist zu sehen.
00:25:48: Gibt es irgendwas, Mami?
00:25:50: Was du von deiner Mama gelernt hast, was du versucht hast, uns weiterzugeben?
00:25:55: Also irgendein Wert, den wir jetzt noch nicht besprochen haben oder ist es vielleicht irgendwas, was schon gefallen ist?
00:26:02: Ich glaube ich hatte auch das Glück, dass – ja sag' jetzt einmal – bis da sich in die Schule gekommen bin.
00:26:10: Meine Mama bei uns zu Hause war und diese Nestwärme habe ich mit Sicherheit auch versucht weil ich sie so positiv in Erinnerung hatte an euch weiterzugeben Ist vielleicht jetzt schwierig, dass ich das genau so sage.
00:26:28: Weil du ja gesagt hast eben wie mache ich das mal später wenn ich gerne Kinder möchte und Job?
00:26:34: Das ist natürlich heutzutage was anderes Und da muss man sagen is ja noch einmal in Generation den Sprung drinnen.
00:26:41: Ja, das war wie meine Mutter eben uns als kleine Kinder hatte ja nochmal ganz etwas anderes.
00:26:49: Also ich glaube Ich glaub, generell, wenn ich für mich da noch nicht diese perfekte Lösung gefunden hab und ich glaub', dass das eben auch eine super schwierige Frage ist.
00:26:57: Für viele junge Frauen die halt einfach ... Auch durch diesen Generationensprung jetzt einfach anders als es vielleicht dann zwei Generationen vorher war sich Karrieren aufgebaut haben, auch schon Anfang mit dreißig ganz anderes in einem Leben stehen als das zum Beispiel meine Oma, deine Mama ...dreißig gehabt hat.
00:27:19: Da muss man sagen, mit dreißig hat meine Oma, deine Mutter hatte schon ein Schulkind.
00:27:26: Die hat einfach sehr viel früher auch noch mal Kinder gekriegt!
00:27:28: Das ist auch nochmal ein Unterschied.
00:27:30: aber mein Punkt ist ich glaube das nie eine schlechte Entscheidung ist wenn man sie für die Kinder entscheidet im Sinne von dass Kinder nähe Nestwärme hast du jetzt genannt oder halt einfach auch diese Liebe Am Anfang natürlich einfach auch durch ein Ich bin da ausgedrückt werden, weil man kann ja im Kind hundertmal sagen ich liebe dich.
00:27:55: Das versteht ja noch gar nicht was so die tiefere Bedeutung ist sondern das Versteht is wer da spielt wer mit mir Wer gibt mal was zum Essen Einfach in Wirklichkeit Grundbedürfnisse.
00:28:06: Genau du bist
00:28:07: da
00:28:10: Und ich glaube das ist ja nie eine schlechte Entscheidung eher dass halt einfach diese äußeren Umständen, die halt jetzt zusätzlich reinspielen.
00:28:18: Das halt dann auch schon Karriern da sind.
00:28:21: Dass es halt leider nach wie vor super schwierig ist beides zu kombinieren und dass das dann einer in einer Partnerschaft oder in einer Elternschaft immer einen Schritt zurückgehen muss.
00:28:33: Und das ist jetzt einfach nicht mehr nur diese logische Konsequenz der, der mehr verdient soll weiter auch arbeiten gehen.
00:28:45: die Person, die weniger verdient ist dann mehr für die Familie da oder solche Konsequenzen.
00:28:50: Also einfach jetzt nur plakativ gesprochen.
00:28:53: das ist halt jetzt nicht mal nur auf Rollen und Anführungszeichen oder männlich-weiblich verteilt.
00:28:58: Ja Gott sei Dank!
00:28:59: Total Gott sei dank stellt uns natürlich aber heute vor neuen Herausforderungen oder neuen Entscheidungen weil wir halt jetzt in der Situation sind dass man dann halt sagt, okay aber warum muss ich jetzt sozusagen meine Karriere hinten anstellen?
00:29:16: Wenn ich beispielsweise sogar mehr verdiene oder gewisse Dinge mir auch schon im Leben aufgebaut habe die ja genauso wichtig sind und ich glaube das ist der große Punkt wenn man noch keine Kinder hat.
00:29:28: Und da spreche zu hundert Prozent einfach einmal vorrangig für mich aber ich glaube auch vielen anderen jungen Frauen aus der Seele dass man sich das nicht vorstellen kann.
00:29:38: Für mich hat natürlich jetzt und auch für das, wer ich bin.
00:29:42: Das ist so geprägt von meinem Job und dem was ich taktiklich tue weil da mein meiste Zeit reinfließt und ich glaube dass eben etwas Fiktives was nur gar nicht da ist, dass man sich das einfach nicht vorstellen kann.
00:29:57: Das habe ich ja zuerst damit gemeint.
00:29:59: Ja, so positiv wie in beiden
00:30:01: Sachen.
00:30:02: Ich hab das sehr positiv gemannt aber es ist einfach so, so sehr ihr gewünscht wart.
00:30:08: Es hat mein Leben um hundert und achtzig Grad getreten!
00:30:11: Es ist so, ja?
00:30:12: Positiv
00:30:12: wie in der Herausforderung, meinst du?
00:30:14: Absolut,
00:30:15: aber das ist ja gut so.
00:30:16: also Herausforderungen sind ja nichts Schlechtes, sowas Gutes.
00:30:21: Hat es Momente geben oder einen Moment, wo du besonders stolz auf mich warst und ich das vielleicht gar nicht mitbekommen habe?
00:30:29: Oder irgendwas, wo dir jetzt denkst, da hast du ... Da hast du gedacht, das ist mein Kind.
00:30:36: Das ist insofern sehr schwierig zu beantworten, weil du das mitbekommst, weil ich dir diese Dinge sag.
00:30:43: Ja?
00:30:44: Auf die ich einfach sehr stolz bin, ist dass wir versucht haben euch für zu sehr respektvollen, wertschätzenden Menschen zu erziehen.
00:30:55: Und da hab ich das Gefühl, es ist uns total gelungen und das ist also stolz sein.
00:31:01: Das klingt so über das freie Methodal.
00:31:05: Es ist einfach wunderschön, dass ihr das in eurem Leben komplett umsetzt und es ist einfach schön mitzuerleben.
00:31:15: Voll schön!
00:31:16: Gibt's irgendwas was du ... von mir gelernt hast, vielleicht auch erst in den letzten Jahren.
00:31:21: Also irgendwas wo du ... weil ich glaub das ist schon auch wenn dann die Kinder so erwachsen werden.
00:31:28: Dann dreht sie das ja irgendwann also dass man halt nicht mehr nur als Eltern viel mitgibt.
00:31:33: Ich glaube dass das nach wie vor so ist, dass wir bei ganz vielen Dingen bei euch anklopfen und sagen hey wie mache ich das?
00:31:39: Das ist oftmals sehr alltagspezifisch oder halt auch was Entscheidungen anbelangt.
00:31:44: aber gibt es umgekehrt auch wo du sagst boah Das hab ich von dir mitgenommen oder von dir gelernt.
00:31:50: Also, du jetzt von mir in dem Fall!
00:31:54: Ich bewundere dich so wie du dieses Unternehmen führst und auch wie du zum Beispiel solche Gespräche führste.
00:32:02: ja?
00:32:03: So offen... Ja, ich kann es schwer ausdrücken.
00:32:08: Wie du dieses Unternehmen führst finde ich einfach besonders weil das natürlich eine enorme Herausforderung ist, besonders wie du damit begonnen hast mit einem kleinen Start-up.
00:32:20: Ich weiß schon dass es Zeiten gegeben hat wo du in Überlegung warst wird es aufgehen?
00:32:28: ja jetzt hast du acht oder neun Angestellte hast ein tolles Unternehmen aufgestellt und Ja, ich bin schon ein positiv denkender Mensch.
00:32:36: Aber da gehört einiges mehr dazu und das bewundert ihr einfach an dir.
00:32:43: Und auch wie du mit deinem Gegenüber sprichst.
00:32:47: Du bist einfach sehr offen und lässt alles gelten.
00:32:54: Das ist schon was Besonderes!
00:32:56: Danke erst einmal für diese Komplimente.
00:33:00: aber hast du das Gefühl, dass du ... Daraus auch für dich selbst was ziehen kannst oder lernen kannst.
00:33:06: Oder ist es eher so, dass es diese Bewunderung ist?
00:33:11: Das könnt ihr nicht, weil da tickt mein Kind anders als ich.
00:33:17: Solche Gespräche wie wir sie jetzt führen, vertickst du anders als Ich und das ist für mich heute eine Herausforderung, das weißt Du und das war's ich!
00:33:26: Ich finde, du machst das so toll und ich bin so froh, dass wir das machen.
00:33:30: Das ist
00:33:31: etwas, was bewundere ich an dir und ich versuche... Alleine, dass ich gesagt habe, ich mache das heute!
00:33:37: Ist der Versuch!
00:33:40: Und dass ich da über meinen Schatten springe und sage okay, ich probiere es einfach und ja, also ich werde das nie so hinbringen wie du die da so viel in diesem Bereich macht aber ist auch nicht mein Job Das
00:33:54: wollte ich grad sagen.
00:33:56: Ich mach das halt auch barmä öfter als du, also ich kennert auf keinen Fall keinen einzigen Tag des machen was du beruflich machst in deinem medizinischen Kontext.
00:34:06: Ich habe vorher kurz gesagt, ich darf ja auch in dieser Folge mit Nespresso zusammenarbeiten für die neue Nespreso-Kampagne.
00:34:15: Und da hat der Weekend aktueller Kooperation mit Nespresso die Samra Origins Collection.
00:34:21: Sie hat aus seiner Mama gewidmet – das passt irgendwie wie die Faust of's Auge für diese Folge!
00:34:25: Also einfach ein bisschen so inspiriert von seinen Wurzeln und weil sie ihr großes Vorbild führen ist.
00:34:30: Und das sag ich ja immer über die, das weißt du auch?
00:34:34: Das ist nicht nur irgendwie ein plakatives Gerät sondern es ist tatsächlich so dass man so oft denkt natürlich kann man hunderttausend Vorbilder nennen aber wenn ich so auf das herunterbreche Menschen die wirklich bewundere dann bist du mein größtes Vorbild!
00:34:50: Danke.
00:34:51: Und wenn du jetzt auf mich schaust, gibt's da irgendeine Eigenschaft wo du sagst die hört sich ganz klar von mir übernommen.
00:34:59: Kann man also sieht man das in deinen eigenen Kindern?
00:35:02: Ja ich glaub schon!
00:35:03: Also du bist ein Organisationstalent dass du auch brauchst für wie gesagt dein Unternehmen aber du bist es im privaten und beruflichen Bereich.
00:35:17: Das ist komplett ident zu mir.
00:35:21: Aber wir brauchen, sage ich jetzt einmal, das ist uns ja sehr angenehm und wir brauchen es dass wir uns wohlfühlen.
00:35:29: Es ist keine Last diese Organisation sondern wie fühlen uns wohl?
00:35:34: Wollen mal genau wissen Wie is der Plan?
00:35:37: Und das ist ein Hilfsmittel eine Erleichterung für unseren Alltag Egal wie beruflichen oder privaten Bereich.
00:35:45: Total.
00:35:46: Es merke vor allem in so Wochen wie die letzte Woche, die von so vielen Terminen und außergewöhnlichen Situationen, Kino zu vielen Workshops geprägt war bei mir beruflich.
00:35:58: Und ich dann fast zum Beifahrer meiner eigenen Woche wäre – und dafür mich gar nicht wohl!
00:36:05: Also da war sie.
00:36:06: wenn ich nimmer am Schirm habe was muss ich jetzt noch alles tun?
00:36:11: Mir geht es gar nicht um die Masse, weil viele sagen, das ist ja Liste.
00:36:14: Die kann man quasi nie abarbeiten.
00:36:16: Aber ich hab's am Schirm.
00:36:17: Ich weiß was ich alles machen muss und dann kann ich das priorisieren.
00:36:21: Und dann habe ich für mich diese Prioritäten, dass ich sage okay, es gibt gewisse Sachen ... Das ist Wurst, aber das heute Morgen oder am Donnerstag mache.
00:36:30: Hauptsache, es passiert die Woche!
00:36:32: Dann rutscht es aber nicht auf heute, wo ich schon so viel auf mein Board bin.
00:36:37: Ohne dies bin ich im Blindflug.
00:36:39: Also ich weiß nicht, wie Menschen das machen, die das nett machen.
00:36:42: Weil sie es nicht gerne machen und dann einfach nicht machen, wie gesagt.
00:36:45: Also wäre nicht möglich!
00:36:48: Ich bin froh, dass du das an mich weitergegeben hast.
00:36:51: Ist wahrscheinlich auch eine sehr schwierige Frage.
00:36:53: aber kannst du mich heute in drei Worten beschreiben?
00:36:59: Ja, ich glaube... Ich habe es jetzt schon während der letzten halben Stunde einige Male gesagt, du bist sehr respektvoll.
00:37:08: Du bist ja sehr wertschätzender aber auch sehr offener Mensch.
00:37:13: Das ist voll schön!
00:37:15: Das ist echt sehr schön.
00:37:16: ich meine das ist ein bisschen Fishing for Compliments weil Lydia die ganze Zeit mit diesen Fragen fragt.
00:37:20: Aber mir war gar nicht bewusst wie schön diese Folge wird für mich auf der anderen Seite so Gespräche zu führen.
00:37:29: Wenn du an meine Zwanziger denkst, also die ja quasi jetzt ... Also die Folge kommt am Freitag den zehnten Zehnten raus.
00:37:38: Das sind nur zwei Tage bis zu meinem dreißigsten Geburtstag und was würdest du sagen war so ein bisschen meine größte Entwicklung in diesem Jahrzehnt?
00:37:49: Du hast der Unternehmen aufgebaut!
00:37:52: Stimmt's!
00:37:52: Ich hab jetzt einen
00:37:53: voll besorgenen... Eine sehr große Entwicklung.
00:38:00: Du hast jetzt gesagt von deinem Zwanziger, wenn ich sage in deinen letzten zwanzig Jahren was du verändert hast.
00:38:07: Du bist einfach vom sehr schüchternen zum sehr offenen Menschen geworden und das finde ich wunderschön.
00:38:20: Das finde ich auch wunderschön.
00:38:21: Und das ist so lustig, weil ... Ich kann es auch nicht begründen, warum ihr ein schüchternes Kind war.
00:38:26: Ich kann aber überhaupt keine Situation festmachen, warum sie das bei mir traf.
00:38:30: Na ja, auch nicht.
00:38:31: Ich weiß, das habt ihr auch in der Rede an mich bei der Hochzeit so formuliert.
00:38:37: Aber das ist eigentlich total witzig.
00:38:39: Es hat weder für das eine oder andere einen Ausschlag geben, sondern es war halt einfach Umfeldverscheidung und Entwicklung.
00:38:47: Wenn du auf dein eigenes Leben zurückblickst Gibt's irgendwas, was du deinem dreißigjährigen Ich heute raten würdest?
00:38:54: Was ich vielleicht auch für mich selber ein bisschen mitnehmen kann.
00:38:59: Irgendwas, was Du anders machen würdest oder was die ... warst nicht damals betrückt hat und halt wenn es drauf schaust dann denkste da Hätte ich mir gar nicht so viel Sorgen machen müssen!
00:39:12: Ich glaube mein damaliges Dreißigjähriges Ich war Wie gesagt, wir haben unsere Rituale gehabt und ich habe einfach Werte gehabt wo es kaum einen Side Step gab.
00:39:29: Also das war auch punktu nicht nur Organisation sondern auch Ordnung und so.
00:39:35: Das habe ich ja auch damals versucht euch Kindern mitzugeben.
00:39:40: Manche Dinge glaube ich habe ich damals sehr sehr sehr eng gesehen.
00:39:46: Auch in den letzten siebenundzwanzig Jahren habe ich einfach viele Dinge erlebt, wo ich mir dacht hab.
00:39:54: Das ist eigentlich war nicht so wichtig!
00:39:56: Es ist nicht so wichtig dass das was immer vorher da jetzt vorgenommen hat, dass es unbedingt zu laufen muss oder eben.
00:40:07: Ich kann mich erinnern wir haben Diskussionen gehabt in der Volksschule wie eine Schulrasche eingeräumt sein muss.
00:40:13: Ist natürlich wichtig, dass man seine Sachen findet Aber wie wir beide aus den letzten zwanzig Jahren wissen, ist eigentlich das Wichtigste.
00:40:23: Dass man gesund ist und seine Liebsten um sich hat.
00:40:28: Und es gibt Situationen die ich da sicher sage jetzt einmal nach meinem Dreißiger hatte wo eben dann auch andere Prioritäten wichtiger waren.
00:40:43: Aber ich glaube, dass wir das mittlerweile schon leben.
00:40:46: Weil wir das eben auch viel gemeinsam erlebt haben und ... Ja!
00:40:53: Also dein Rad an deinem dreißigjähriges Ich wäre nicht alles nur schwarz- und weiß zu sehen sondern ein paar grauscht.
00:41:00: du zum Ochzen?
00:41:01: Ist
00:41:01: zwar jetzt sehr krass gesagt ja aber da hast du vollkommen recht.
00:41:06: Du hast vorher gerade gesagt dann quasi in den letzten siebenundzwanzig Jahren Das trennt dich zum Dreißiger sozusagen.
00:41:15: Ich hoffe, ich darf dir das sagen?
00:41:16: Du bist siebenundfünfzig Jahre jung.
00:41:20: Ganz wichtig!
00:41:21: Also du hast mir mit sieben und zwanzig bekommen also in meiner Zeitrechnung quasi vor drei Jahren.
00:41:28: Das finde ich immer so wahnsinnig arg wenn ich mal denke du hast in meinem Alter schon zwar Kinder gehabt.
00:41:33: natürlich hat jeder seine eigene Zeit rechnungen es gibt nicht die eine perfekte Zeitrechnung.
00:41:40: Aber wie hast du damals für dich gespürt, dass es so Zeit für dieses neue Kapitel ist?
00:41:47: Weil wenn ich jetzt mit vielen Freundinnen und Menschen in einem ähnlichen Alter rede dann ist das ein bisschen ein großes Fragezeichen.
00:41:55: so fühlt man sich jemals bereit egal ob das jetzt für Thema Haus ist jetzt für uns als schlechtes Beispiel weil dafür haben wir uns schon entschieden.
00:42:05: aber Thema Kind in dieser Fragestellung oder generell bereit zu kunden.
00:42:11: Also dieses, fühle ich mich jemals bereit, komme zu dem Punkt und sage hey jetzt sozusagen, fühlt sich das richtig an?
00:42:19: Oder gibt es sowas gerade so retrospektive gedacht weil du ja schon sehr viele solche Entscheidungen oder so fühl ich mich bereits in deinem Leben hart hast.
00:42:29: Ja ihr habt vor euch ja schon sieben, acht Jahre in meinem Beruf arbeiten dürfen, den ich wirklich sehr gern gemacht habe.
00:42:39: Und ja, ich war dann einfach bereit dazu, weil ... einen tollen Mann auf meiner Seite hatte und immer noch habe.
00:42:50: Und das glaube ich ist auch ausschlaggebend, dass wenn man eine Partnerschaft hat wo beide sich... also wenn es jetzt zum Beispiel um die Familie geht, um Kinder, wenn man da die gleichen Vorstellungen hat dann glaube ich gibt's halt irgendwann den Zeitpunkt wo man dann sagt okay das darf sie jetzt sein.
00:43:13: Bei uns war es vielleicht einfach der Studium von Papa beendet.
00:43:17: Ich doch schon eine Zeit lang in meinem geliebten Job und genau bestimmen kannst du gerade solche Dinge nicht, ob ich jetzt einen Nachwuchs bekomme oder nicht kann ich dafür bereit sein.
00:43:29: Wie gesagt nachher dreht sich alles noch viel mehr und den Leben schaut ganz anders aus.
00:43:35: das heißt aber nicht negativ bitte sondern sehr positiv.
00:43:41: Ich glaube, es ist gut wenn man dafür offen und bereit ist.
00:43:47: Es gibt dieses richtige, so quasi diesen Punkt.
00:43:49: jetzt bin ich bereit.
00:43:51: Kannst du auch nicht sagen dass das so zu sein gibt?
00:43:53: Was ist richtig was ist falsch?
00:43:55: Das ist eh die nächste Frage.
00:44:00: Also wenn du... Das ist jetzt eine super schwierige Frage weil hier hat man jetzt gerade überlegt.
00:44:08: Die Frage, ich lese die Frage einfach mal vor.
00:44:10: Dann schauen wir mal, ob man überhaupt einen Punkt dazu findet.
00:44:15: Wenn du in den nächsten dreißig Jahre denkst, was würdest du mir oder auch dir in deinem Leben wünschen?
00:44:21: Und ich glaube, ich kenne die Antwort und gleichzeitig haben wir nach dreißzig Jahren... Das ist eigentlich schon richtig krass!
00:44:28: Also dreißdig Jahre in die Zukunft schauen, wenn ihr jetzt gerade für mich nicht mehr dacht Also ich weiß nicht.
00:44:33: Fünf oder zehn Jahre, das ist glaube ich so ein Rahmen da kann man sagen okay boah also zehn Jahre was ist dein zehn Jahresplan?
00:44:40: Das ist schon sehr krass.
00:44:41: aber dreißig Jahre ist eigentlich richtig lang.
00:44:46: Siehst du das gleich?
00:44:48: Ja!
00:44:50: Ich glaub ganz ganz wichtig ist eben dass du einfach gesund bleibst.
00:44:56: Er seid dir jetzt auch gesagt für dich weil ihr um- oder
00:44:59: dass wir gesund bleiben und dass wir einfach ein gutes Leben mit unseren liebsten Menschen haben, allen voran unseren Partnern.
00:45:14: Und das wünsche ich da einfach, das genieße ich so an meinem Leben weil es ist so.
00:45:19: der Grundstein ja die Gesundheit und auch das Wohl- und das Glück was man in der eigenen Partnerschaft hat.
00:45:28: damit kann man Egal ob im privaten Leben an die nächste Generation, die Kinder oder auch sagen jetzt mal auch an die vorherige Generation.
00:45:41: Die Eltern einfach weitergeben insofern dass man für sie da ist ja.
00:45:46: Wenn es mir selber nicht gut geht dann kann ich das alles nicht so gut bewerkstelligen und wenn ich aber gesund bin und wann ich selber einfach meiner Partnerschaft ein Wohlgefühl habe dann schaffe ich privat wie beruflich sehr, sehr viel.
00:46:03: Und das ist einfach ein wunderschönes Gefühl.
00:46:05: Das wünsche dir und mir auch – dass es noch lange gibt!
00:46:10: Ich hätte auch gesagt Gesundheit.
00:46:13: Wir sind schon relativ weit fortgeschritten.
00:46:15: Wir nehmen schon fünfzehn Minuten auf.
00:46:16: Ich habe eh fast befürchtet, dass dreißig Fragen an die Dreißiger das Ganze ziemlich sprengt.
00:46:21: Ich würde jetzt trotzdem nur so paar Fragen, die gerne daraus picken würden ... die dann nur stellen möchte.
00:46:26: Und zwar, die erste Frage was Heimat für dich bedeutet hast du oder zu Hause?
00:46:32: Hast Du heute im übertragenen Sinne schon ein paar Mal gesagt Wir wählen es ja quasi sehr ähnlich.
00:46:39: wir bauen gerade unser Haus.
00:46:40: mein Mann und ich und auch gar nicht so weit weg von euch werde es jemals ein Thema für die Quesen?
00:46:47: oder auch wenn du jetzt an meine zwei jüngeren Schwestern denkst Wenn wir das ganz anders gewählt hätten.
00:46:53: also wenn wir Beispielsweise und das ist ja bei meinen zwei jüngeren Schwestern trotzdem, sagen wir mal nicht ganz.
00:46:59: Aber trotzdem noch ein bisschen offener weil noch kein Eigenheim sozusagen in konkreter Planung ist dass man das ganz anders wählt wie zum Beispiel Freundinnen von mir die ins Ausland gegangen sind oder da jetzt im Ausland mit einem Partner leben hast du da immer darüber nachdacht ob das ein Thema für dich gewesen wäre wenn jemand von uns so eine ganz andere Lebensform für sich gewählt hätte an Zuhause an Heimat?
00:47:26: Also ich glaube, das was uns sehr wichtig war ab eurer Pubertät.
00:47:32: Ab dem Zeitpunkt wo ihr gegen die Zwanzig gegangen seid, dass ihr selbst bestimmen dürft und gehen dürft wohin und wann ihr wollt.
00:47:44: ja Es war uns immer der Kontakt mit euch wichtig oder ist es sehr wichtig Aber es ist uns immer ganz wichtig gewesen, dass ihr ein selbstbestimmtes Leben habt.
00:47:56: Und deswegen hoffe ich, dass ich das damit einfach beantworte egal wohin.
00:48:03: natürlich ist es schön wenn man euch in der Nähe hat aber das ist etwas das glaube ich können und dürfen Eltern oder sollten Eltern nicht bestimmen wo sie gerne ihre Kinder dann als Erwachsene hätten.
00:48:19: Ich habe mir in einer Situation erinnern, wie ich nach Wien gegangen bin.
00:48:22: Also für mich war ja Wien sehr fix, also nur bevor ich wusste ob was ich konkret studieren möchte, habe ich gewusst die gehen nach Wnen und meine erste Woche Wien ziemlich genau vor elf Jahren, also im Herbst zwei vierzehn, weil zum ersten Mal bin ich quasi da haben direkt ausgezogen in Wien in eine Wohnung Kannst dir an das wahrscheinlich auch noch erinnern.
00:48:50: Und ich kann mir ja eine Telefonat mit dir erinneren, da bin ich grad zur U-Vier gegangen.
00:48:53: Ich hab dort in der Nähe bei der Rosauer Lände gewohnt und bin dann die Stiegen runter... ...und dann hast du gesagt mal, Eva wenn's so hamfig ist, dann setzt ihr den Zug!
00:49:01: Du kannst jederzeit wieder hamkummern!
00:49:05: Und ich habe mir gedacht, Puhh!
00:49:07: Wenn ich das jetzt mach, wenn ich das einreißen lasst,... ...dann... ...ich muss da jetzt drüber, ich muss da zu diesem dieses... Ich wohne da jetzt und ich muss das auch aushalten, dass ich jetzt einmal ein paar Tage meine Familie nicht sehe.
00:49:22: Und ich war ja generell immer Studentin die sehr viel nach Hause gefahren ist und sehr viel zuhause am Wochenende war.
00:49:28: Das heißt der Trennungsschmerz war dann quasi nur für eine Woche aber...
00:49:36: Aber auch das muss man lernen.
00:49:37: Ja, das ist so jetzt einmal klein gedacht worden im Kindergarten die drei-vier Stunden am Vormittag.
00:49:44: Total!
00:49:45: Und wie sich das aber durchzirkt?
00:49:47: Weil immer dass eben jetzt wieder dacht habe, wie jetzt der Sommer irgendwie zu Ende gegangen ist oder halt einfach die Tage wieder kürzer werden, sprich die Sonne nicht soweit aus unserer Wohnung wo wir jetzt noch wohnen, ist ja sehr westseitig ausgerichtet und die Sonme geht im Sommer sehr... direkt beim Küchenfenster unter.
00:50:07: Und ich hab mir gedacht, crazy!
00:50:09: Nächstes Jahr wohnen wir woanders.
00:50:12: Das werde ich nie mehr so senken und ich weiß nicht warum da hat es mich plötzlich backt.
00:50:16: Immer nett dass jetzt so arg an der Wohnung hängen.
00:50:19: Ich freu mich unglaublich auf das Haus aber da haben wir kurz dacht Wahnsinn.
00:50:23: Ich habe jetzt dabei so richtige letzte Male in dieser Wohnung.
00:50:29: Und das ist schon spannend
00:50:32: wie
00:50:33: wie Heimat oder zu Hause sie immer wieder auch verändern darf und trotzdem gleich bleibt.
00:50:40: Also so dieses Gefühl von Zuhause, das darf sich aber trotzdem räumlich verändern.
00:50:46: Und ja finde ich einfach total spannend wollte ich als Anekdote noch erzählen.
00:50:51: Ich brauche dir als meiner Mama nicht erzäunen dass ihr sehr kreativer Mensch bin.
00:50:55: Ich wäre ein bisschen immer über sehr viele lustige Kinderanekter, vielleicht magst du da eine zum Besten geben.
00:51:03: Jedenfalls ist heute für mich ein großes Ritual, dass ich im Café, habe ich vorher schon kurz gesagt, ist für mich einen Genussmittel und ... Deswegen finde ich ja die neue Kampagne eben von Nespresso so schön, weil es so ein bisschen auch als Botschaft hat.
00:51:19: Café ist mehr als ein Getränk.
00:51:21: Es ist irgendwie Handwerk, es ist Aroma, es is Kultur aber es vereint natürlich auch Rituale und deswegen mündst du dir das jetzt wieder auf mein Leben um wenn du an mich denkst in welchen Momenten würdest du sagen habe ich so ein bissel meine kreative Seite oder auch mein eigenes Handwerk entdeckt?
00:51:40: Weil du warst ja live dabei.
00:51:42: Wann hast du dir gedacht, boah mein Kind ist kreativ?
00:51:46: Ich sage jetzt mal im letzten Kindergartenjahr wo wir eben durch Hausbau übersiedelt sind.
00:51:54: In einer Übergangswohnung gab es viele Kartons und du wusstest dich immer zu beschäftigen.
00:52:00: Dir war nie langweilig als Kind.
00:52:04: Es war wirklich
00:52:05: schmarsalke ganz
00:52:06: toll!
00:52:08: Und eben, wie gesagt, da waren auch gewisse Dinge weggepackt einfach für ein halbes Dreivierteljahr in dieser Übergangswohnung.
00:52:19: Also es wurden nicht alle Bücher ausgepackt natürlich ein paar Kinderbücher aber sonst ja und du hast einfach einen Karton genommen und hast dann sofort zum Basteln begonnen und hast eine Waschmaschine gebastelt Für dich eine Waschenmaschine damals mit fünf und das hat dich lange beschäftigt, also den halben Nachmittag weil du wolltest es auch ganz besonders schön machen.
00:52:48: Und da habe ich mir schon gedacht Das ist eigentlich cool.
00:52:51: Also du hast natürlich dazu auch deine jüngere Schwester mitgenommen, die dir dann da geholfen
00:52:58: hat.
00:52:59: Arbeitsteilung?
00:52:59: Genau und das ist einfach so weitergegangen.
00:53:05: später waren es einfach andere Sachen wo du aber gesagt hast okay das können wir noch brauchen mit dem können wir dies und jenes machen.
00:53:13: ja und das war sicher Du beginnst in einer kreativen Ara.
00:53:18: Eine Anekdote, die mir nur einfällt ist... Das hat euch zwar vielleicht am Anfang nicht so begeistert wie du das gerade von der Waschmaschine erzählt hast aber wie wir ins neue Haus gezogen sind habe ich irgendwann begonnen dass sie meine Wand in meinem Zimmer Das ist ja jetzt total im Trend, dass man solche Visionen und Geschichten am Anfang des Jahres sozusagen auf irgendwie ein großer Karton oder für den Bildschirm schoner das macht.
00:53:55: Genau du hattest keinen Laptop und ich habe keinen Bildschirmschoner damit!
00:53:59: Und damit hab' ich... Einfach die Wand missbraucht in meinem Kinderzimmer und das war, würde ich sagen... Was sind das in der Länge?
00:54:08: Drei Meter.
00:54:08: Drei, vier
00:54:09: Meter.
00:54:09: Und drei Meter und die Höhe komplett.
00:54:12: Das waren ... Genau!
00:54:13: Da habe ich zu einem riesen Wischenboard verwandelt und hab dort einfach alles hingeklebt und zwar fein säublich ausgeschnitten, was mich irgendwie inspiriert hat.
00:54:25: Was ich toll gefunden habe.
00:54:26: Was sie später mal machen will.
00:54:27: Was mir einfach ästhetisch gefallen hat.
00:54:30: Ich hab das aus Magazinen gemacht oder auch irgendwelchen Zeitungsartikeln oder sonstigen Sachen.
00:54:36: Ich habe es ja überklebt!
00:54:38: Und das war tatsächlich also den größten Herzschmerz beim Auszug.
00:54:44: dann sozusagen kurz vor wie wieder zurück in ... in Linz war, nachdem ich zurück von Wien gezogen bin.
00:54:52: Bis dahin durfte ich ja mein Kinderzimmer trotzdem behalten.
00:54:55: Natürlich!
00:54:56: Quasi damit er halt, wenn nicht von Winn zu Besuch war, trotzdem meinen Zimmer hatte... Das
00:55:01: war ja auch immer ganz wichtig.
00:55:02: und das ist eben das wo ich immer gesagt habe wir lassen euch gerne ziehen weil dann kommt ihr umso lieber wieder zurück.
00:55:09: und genauso was
00:55:10: Und mein größten Herzschmerz dann eben zwanzig kurz vor Corona im Februar März wie dann mein Zimmer final ausgeräumt habe und zu mir in die neue Wohnung in Linz gebracht habe.
00:55:24: Da habe ich dann diese riesige Wischenboardwand auch wecktern müssen.
00:55:30: Und ich bin da wirklich als erstes davor gestanden hier aus jedem Winkel in Fotos gebracht und man dachte, ich kann das gar nicht aufnehmen!
00:55:36: Das Problem war durch dieses große Fenster, dass er daneben ist... ...war es zum Teil schon so ausgeglichen, also man hat ja überhaupt niemand gesehen was damals war.
00:55:46: Es ist irgendwie schon ganz schön zu sehen, dass ihr jetzt in so einem kreativen Beruf gelandet bin, den ich mal so gestalten kann wie ich das möchte.
00:55:55: Sehr passend
00:55:55: eigentlich!
00:55:56: Voll und da die Entwicklung so gespült habe.
00:56:01: Ich hab noch einige weitere Fragen aber wir sind jetzt bei genau einer Stunde angelangt und ich finde wir haben so ein schönes und rundes Gespräch gehabt und es sind in diesen dreißig Fragen an dreizig Jahre glaube ich wirklich einmal so bisschen alles durchgegangen.
00:56:18: Danke Mama, dass du die dafür bereit erklärt hast mit mir diese Folge aufzunehmen.
00:56:22: Und das war wirklich was ganz ganz Besonderes!
00:56:24: Ich weiß nicht ob ich nur mal so besondere Folge jemals in meinem Leben aufnehme
00:56:28: oder anders.
00:56:29: Das ist na wirklich weil es einfach doch etwas ganz besonderes wenn man das mit einem Menschen macht dem er so gut kennt.
00:56:35: Ich weiß natürlich auch ein bisschen ein solches Setting und ich weiß nicht, ob du's nachvollziehen kannst aber ich hab halt auf jeden Fall paar Mal dieses Mikro vergessen können.
00:56:45: Du wahrscheinlich nicht, weil es so unangenehme ...
00:56:47: Ja.
00:56:48: Es ist sehr angenehmer Atmosphäre.
00:56:50: Sehr gut!
00:56:51: Und wie gesagt mit dir war das also, wie du mich gefragt hast, kam mir gar nicht in den Sinn, nein zu sagen?
00:56:58: Weil ja wir uns, wir zwei uns gerne austauschen und genau so sehe ich das.
00:57:05: Danke schön.
00:57:06: Deswegen habe ich das sehr gerne
00:57:07: gemacht.
00:57:08: Danke Auch ein großes Dank an euch fürs Zuhören.
00:57:11: Ich hoffe, euch hat die Folge genauso gut gefallen wie ich gefallen daran hatte sie aufzunehmen!
00:57:17: Die nächste Folge kommt wieder in zwei Wochen und bis dahin alles Gute!
00:57:33: Dieser Podcast wurde produziert von WePod it.